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QUALITÄTSMERKMALE - WORAN ERKENNE ICH GUTE EMPFANGSELEKTRONIK?

Der Gewinn, Synonym für Qualität:
Ein wichtiges Schlagwort beim Sat-Antennenkauf lautet Gewinn"; er bestimmt maßgeblich die Empfangsqualität und die Leistungsfähigkeit. Der Gewinn einer Antenne gleicht der PS-Zahl beim Auto: Je mehr, desto leistungsstärker. Wer's genau wissen will: Der Gewinn gibt an (in Dezibel, dB), um wieviel die Sat-Signale durch die Bündelung im Brennpunkt des Spiegels und anschließend im Konverter verstärkt werden. Ein hoher Gewinn kann auf zwei Weisen erreicht werden. Eine große Antennenfläche ist die erste, allerdings weniger ästhetische Möglichkeit. Je größer die Fläche der Schüssel, desto mehr Strahlen kann sie einfangen. Und je größer die Summe der gebündelten Strahlen, desto stärker das Empfangssignal. Doch wer beschattet seinen Balkon schon gerne mit einer sonnenschirmgroßen Schüssel, wenn es auch anders geht? Ein leistungsstarker LNC kann mehr. Generell gilt: je besser der LNC, desto kleiner darf die Schüssel sein. Einen guten LNC erkennt man an seinem geringen Rauschmaß. Mit Rauschmaß bezeichnen Techniker die Fähigkeit, selbst schwache Sat-Signale von anderen Umweltstrahlen unterscheiden zu können und diese wirkungsvoll herauszufiltern. Hintergrund: Eine Antenne nimmt außer den Satellitensignalen auch viele andere Strahlen aus der Atmosphäre auf. Werden diese nicht vom LNC erkannt und herausgefiltert, verursachen sie beim Fernsehempfang Ton- und Bildstörungen. Noch ein Beispiel aus der Praxis: Schlechtes Wetter ist der größte Feind des ungetrübten Sat-Empfangs. Es empfiehlt sich daher, beim Sat-Schüsselkauf eine Schlechtwetter-Reserve einzukalkulieren. Besser bedient sind Sie aber auf alle Fälle mit einem leistungsstarken, rauscharmen LNC. Er ist die Gewähr für einwandfreien Sat-Empfang, auch wenn's draußen stürmt und schneit.

Die Frequenz- und Temperaturstabilität:
Wie alle Außenanlagen ist die Satellitenantenne nicht nur Wind und Regen, sondern auch Hitze und Kälte ausgesetzt. Die Temperaturschwankungen wirken sich auf das Material aus: Bei Hitze dehnt es sich aus, bei Kälte zieht es sich zusammen. Bei weniger hochwertigen Antennen kann diese Materialveränderung die Empfangsqualität erheblich einschränken - die programmierten Frequenzen können sich verschieben (sogenannte Frequenzdrift). Daher ist es beim Antennenkauf wichtig, auf die Temperaturresistenz der Empfangselektronik zu achten. Eine Frequenzstabilität von +/-2 MHz im Temperaturbereich von -30 bis +60*C ist zum Beispiel zufriedenstellend, diese Frequenzdrift kann vom Empfänger ausgeglichen werden.

So ein "Mistwetter":
Gerade jetzt wünscht man sich einwandfreien Fernsehempfang. Wählen Sie beim Antennenkauf robuste, wetterfeste Qualität, damit es nicht auf Ihrem Bildschirm "schneit"...

Die LNC-Typen Es gibt verschiedene LNC-Typen:
Einzelanlagen-Konverter.
Diese Systeme versorgen einen einzelnen Receiver.
Mehrteilnehmeranlagen-Konverter.
Diese Systeme versorgen mehrere Receiver, die getrennt von einander genutzt werden. Zum Beispiel in Mehrfamilienhäusern mit einer Gemeinschaftsantenne.

Herkömmliche Multifeed-Technik (IMT)

Antennen mit Integrierter Multifeed-Technik (IMT)

Früher: Die Qual der Wahl beim Sat-Empfang
In den Kindertagen des europäischen Sat-Empfangs war Astra der eindeutige Favorit. Heute erfreut sich Eutelsat dank seines kontinuierlich wachsenden, vielfältigen Programmangebots mindestens ebenso großer Beliebtheit. Das konkurrierende Programmangebot stellte die Sat-Zuschauer früher vor die Qual der Wahl: Astra oder Eutelsat - oder beide, aber dann mit zwei separaten Schüsseln. Die Multifeed-Technik brachte den ersten Verbesserungsschritt. Sie bot zum erstenmal uneingeschränkte Programmvielfalt mit einer einzigen Schüssel.