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FACHBEGRIFFE AUS DER SATELLITEN-TECHNIK

ADR:
Abkürzung für Astra Digital Radio. Digitale Radioprogramme, die Sie über den Satelliten Astra empfangen können.

Analog:
Herkömmliches Signalübertragungsverfahren. Die Schwingungen des Signals entsprechen hierbei genau den Schall- und Bildwellen der Quelle. Bei der analogen Satellitenübertragung dient der Satellit als Frequenzträger und -verstärker der Signale. Das Verfahren ist unter Umständen störanfälliger in der Übertragungsqualität als bei der digitalen Übertragung. Siehe Digital

Ausrichtung:
Positionierung der Satellitenantenne zum Satelliten.

ASTRA:
Privater europäischer Satellitenbetreiber. Astra strahlt einen großen Teil der deutschsprachigen Fernsehprogramme aus. Siehe Eutelsat

Ausleuchtzone:
Siehe Footprint

Azimut:
(auch Längenwinkel) Positionswinkel eines Satelliten als östliche bzw. westliche Abweichung von der exakten Südrichtung.

Beam:
Englisch für "Strahl". Strahlungsleistung, die der Satellit aussendet, um die einzelnen Regionen mit Programmen zu versorgen.

C-Band:
Frequenzband für Satellitensignale im Bereich von 3,6 bis 4,2 GHz. Dieses Frequenzband wird hauptsächlich in den USA und in Asien benutzt. Siehe KU-Band

DBS:
Englische Abkürzung für Direct Broadcasting Satellite". Satelliten, die mit einer hohen Sendeleistung arbeiten und die Sie daher auch mit relativ kleinen Antennen empfangen können. Siehe MPS

Decoder:
Gerät zum Empfang verschlüsselter Fernsehsender, zum Beispiel premiere. Siehe Pay-TV

Digital:
Neues Signalübertragungsverfahren. Das Ausgangssignal wird vor der Ausstrahlung zerlegt und in einen binären Zahlencode (dargestellt durch die Ziffern 1 und 0) umgewandelt. Das Verfahren verbessert die Übertragungsqualität erheblich und ermöglicht neuartige, interaktive Programmformen.

Digitales TV:
Übertragung von digitalen Fernsehsignalen. Mit digitaler Übertragung können Sie mehr Programme in bester Qualität empfangen. Außerdem ermöglicht digitales Fernsehen neuartige interaktive Dienstleistungen. Siehe Video-on-Demand, siehe Teleshopping

Downlink:
Übertragungsstrecke vom Satelliten zur Satellitenantenne auf der Erde. Siehe Uplink

Elevation (oder Höhenwinkel):
Neigungswinkel einer Satellitenantenne nach oben in den Himmel. Er ist standortabhängig und wichtig für die Ausrichtung der Sat-Antenne. Siehe Azimut

Eutelsat:
Europäischer Satellitenbetreiber mit stark zunehmender Bedeutung. Neben vielen deutschsprachigen Vollprogrammen werden zusätzlich beliebte Spartenprogramme wie z. B. VIVA exklusiv über Eutelsat ausgestrahlt. Siehe Multifeed

Fische:
Empfangsstörungen bei falsch eingestellter Satellitenantenne, die sich als kleine schwarze oder weiße Flecken auf dem Bildschirm zeigen.

Footprint:
(auch Ausleuchtzone) Schematische Darstellung der Satellitenstrahlung in einem Gebiet auf der Erde. An den Footprints lassen sich die Reichweiten der einzelnen Programme eines Satelliten abhängig vom Durchmesser der Satellitenantenne ablesen.

Frequenz:
Anzahl der Schwingungen eines Signals pro Sekunde. Die Maßeinheit für Frequenzen ist Hertz (Hz). Ein Kilohertz entspricht ein tausend, ein Megahertz einer Million, ein Gigahertz einer Milliarde Schwingungen pro Sekunde. Ein Gigahertz entspricht damit 1.000 MHz.

Frequenzband:
Frequenzbereich oder Frequenzumfang eines Signals zwischen einer oberen und einer unteren Grenzfrequenz.

Frequenz- und Temperaturstabilität:
Temperaturresistenz und Frequenzgenauigkeit der Satellitenantenne.

Geostationärer Satellit:
Satellit, der - vom Boden aus gesehen - immer am selben Punkt am Himmel steht. Er umkreist die Erde in 36.000 km Höhe in der gleichen Geschwindigkeit, in der sich die Erde um die eigene Achse dreht. Alle Fernsehsatelliten sind geostationäre Satelliten.

Gewinn:
Maßeinheit in Dezibel (dB) für die Antennenqualität. Je größer der Antennengewinn, desto hochwertiger ist die Antenne und deren Empfangsqualität.

Höhenwinkel:
Siehe Elevation

HotBird:
Einer der Satelliten aus der Eutelsat-Konstellation.

Integrierte Multifeed Technologie (IMT):
Von der Firma Galaxis entwickelte und patentierte Empfangstechnik, die mit einem im Arm des Spiegels integrierten LNC alle analogen und digitalen Programme von Astra und Eutelsat empfangen kann.

Intelsat:
Internationaler Satellitenbetreiber.

Interaktives TV:
Fernsehen, bei dem der Zuschauer aktiv ins Geschehen eingreifen kann, zum Beispiel durch die Wahl des Kamerawinkels bei einer Sportübertragung.

KU-Band:
Frequenzband für Satellitensignale im Bereich von 10,7 bis 12,75 GHz. Dieses Frequenzband wird hauptsächlich in Europa benutzt. Siehe C-Band

Koaxialkabel:
Spezielle Kabelform für die Verbindung von Satellitenantenne und Receiver.

Konverter:
(LNC = Low Noise Block Converter) Empfangsteil an oder in der Satellitenantenne, der die hohen Frequenzen vom Satelliten in die niedrigere Zwischenfrequenz umwandelt. Der Konverter wertet außerdem die Polarisation und das Frequenzband eines Satellitensignals aus.

Längenwinkel:
Siehe Azimut LNC: Siehe Konverter

L.O.F.:
Siehe Oszillatorfrequenz

Mehrteilnehmeranlagen:
Satelliten-empfangsanlagen, die mehrere Receiver versorgen. Mehrteilnehmeranlagen kommen oft in Hotels oder Mehrfamilienhäusern zum Einsatz.

MPS:
Englische Abkürzung für Medium Power Satellite". MPS-Satelliten arbeiten mit einer mittleren Sendeleistung. Astra und Eutelsat sind Medium-Power-Satelliten.

Multifeed:
Technik, mit der Sie mehrere Satelliten in benachbarten Positionen, zum Beispiel Astra und Eutelsat, gleichzeitig mit einer einzigen Antenne empfangen können. Siehe Integrierte Multifeed Technik (IMT)

Oberband:
Frequenzbereich für Fernsehsignale zwischen 11,7 und 12,75 GHz. Beim Satelliten Astra sind auf dem Oberband nur digitale Programme plaziert. Siehe Unterband

Offset-Satellitenantenne:
Satellitenantenne, deren Schüsselfläche einen Ausschnitt aus einem Paraboloid darstellt - in ovaler oder runder Form.

OSD:
Abkürzung für On-Screen-Display. Die Bedienanzeigen, beispielsweise des Receivers, werden ins Fernsehbild eingeblendet.

Orbit:
Umlaufbahn eines Satelliten um die Erde.

Ozillatorfrequenz:
(L.O.F. = Lokale Oszillator-Frequenz). Feste Frequenz, um die die hohe Eingangsfrequenz des Satellitensignals im LNC herabgesetzt wird.

Pay-TV:
Englische Bezeichnung für "kostenpflichtiges Fernsehen". Pay-TV-Programme sind verschlüs selt und gebührenpflichtig. Der Zuschauer bezahlt, was er sieht. Die Bezahlung erfolgt entweder als Monatspauschale oder nach der exakten Nutzungsdauer des Programms. Sie können solche Programme nur mit einem speziellen Decoder oder einer Smart-Card im Satellitenreceiver empfangen. Siehe Decoder, siehe Smart-Card

Parabolspiegel:
Übliche bauchige Form der Satellitenantenne.

Planarantenne:
(auch Flachantenne) Satellitenantenne in flacher Bauweise.

Polarisation:
Schwingungsrichtung einer elektromagnetischen Welle: horizontal oder vertikal. Durch die Polarisation können von jedem Satelliten zwei verschiedene Signale, und damit zwei Programme, auf der gleichen Frequenz ausgestrahlt werden. Rauschmaß (oder Rauschzahl): Maßeinheit in dB für Störungen unter den Empfangssignalen, die die Empfangsqualität mindern. Das Rauschmaß sollte kleiner als 1,2 dB sein.

Receiver:
siehe Satellitenreceiver

Satellit:
Künstlicher Himmelskörper, der auf einer festen Umlaufbahn (Siehe Orbit) im Weltall schwebt und die Signale der Bodenstation empfängt, verstärkt und auf die Erde zurücksendet.

Satellitenantenne:
Gerät zum direkten Empfang der Signale, die ein Satellit aussendet.

Satellitenreceiver:
Gerät, das die von der Satellitenantenne empfangenen Signale aufbereitet und zum Fernseher weiterleitet.

Scart:
(auch Euro-Stecker) 21-polige Kabelverbindung für Bild- und Tonübertragung, zum Beispiel vom Satellitenreceiver oder Videorecorder zum Fernseher. Scartkabel liefern eine bessere Übertragungsqualität als die herkömmlichen Verbindungen über Koaxialkabel.

SES:
Abkürzung für Societé Européenne des Satellites". Betreiber der Astra Satelliten.

Smart-Card:
Steckkarte für den Satellitenreceiver, mit der ein verschlüsseltes Pay-TV-Satellitenprogramm freigeschaltet wird. Siehe Pay-TV

Teleshopping:
(lat. Ferneinkaufen") Dienstleistung des digitalen TV, bei dem sich der Zuschauer das Angebot eines Vertreibers auf den Bildschirm rufen und Produkte bestellen kann.

Terrestrisch:
(lat. erdgebunden") Übertragungsart ohne Satellitentechnik, zum Beispiel über Fernsehtürme und die normale Hausantenne.

Transponder:
Übertragungskanal eines Satelliten. Moderne Satelliten verfügen über 20 bis 30 Transponder.

Tuner:
Siehe Satellitenreceiver

Unterband:
Frequenzbereich für Fernsehsignale zwischen 10,7 und 11,7 GHz. Siehe Oberband

Uplink:
Übertragungsstrecke von der Sendestation zum Satelliten. Siehe Downlink

Video On Demand:
(englisch für Video auf "Verlangen") kostenpflichtiger TV-Service bei dem sich Zuschauer Filme aussuchen, und auf Verlangen abrufen können. Siehe Pay-TV